Die Rente steht auf vielen Füßen
„Privat“ wird immer wichtiger
 


Das Jahr neigt sich, und es naht wieder die Zeit der großen Fragen: Was ist alles passiert, wo stehen wir, was kommt auf uns zu? In der Altersvorsorge war es ein entscheidendes Jahr. Das Alterseinkünftegesetz kam und bescherte uns eine Rentensteuer. Die wird noch im kommenden Jahr die Gemüter bewegen.

 

Dafür sollen die Erwerbstätigen entlastet werden und eigenverantwortlich mehr für ihren Lebensabend tun. Doch was? Die Verunsicherung ist groß, den Menschen schwirren die Köpfe im Begriffsdschungel zwischen der nach dem ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester benannten Riester-Rente und Bert Rürup, Rentenniveau und Versorgungslücke. Viele, zu viele, stecken den Kopf in den Sand. Noch aber ist es nicht zu spät. Es gibt viele Fragen zur Altersvorsorge: Wie sicher ist die gesetzliche Rente? Welche Möglichkeiten bieten betriebliche und private Vorsorgemodelle?
Kernfrage: Ist die Rente sicher? Laut Umfrage bezweifeln das viele Menschen; Experten prognostizieren sinkende Alterseinkünfte, Schwarzseher reden von drohender Altersarmut. Bert Rürup, Vorsitzender der Kommission zur Reform der Alterseinkünfte, glaubt, dass die Reformen die Renten auf solide Füße stellen. Sichere Renten gibt es nicht, weiß auch der Ökonom. Aber wenn man das Risiko auf die gesetzliche Rente und die private Vorsorge verteilt, könne man die Alterseinkünfte zumindest sicherer machen. Also muss jeder mehr auf die hohe Kante legen – darin sind sich alle einig. Zur Basisabsicherung empfehlen Experten Lebens- und Rentenversicherungen. Abhängig Beschäftigte können zudem über die betriebliche Altersversorgung schöne Sümmchen für den Ruhestand ansammeln.