Die Deutschen wissen mittlerweile: Ohne Eigeninitiative werde ich meinen Lebensstandard nicht halten können. Davon sind nach einer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vorgelegten emnd-Studie mehr als 90 Prozent der Bundesbürger überzeugt. Die private Altersvorsorge gewinnt also mehr und mehr an Bedeutung. Es gibt viele Möglichkeiten, ein finanzielles Polster zu schaffen: Renten- und Lebensversicherungen, betriebliche Altersvorsorge, Immobilien, Sparpläne, Aktien. Eine solide Strategie setzt dabei auf einen Mix der Anlagen. Und: Jede Situation erfordert eine individuell abgestimmte Anlagestrategie. Wenn Berater das Vermögen ihrer Kunden analysieren, stpßen sie oft auf einen wahren Wildwuchs. Da wurden Aktien auf Empfehlung von Freunden gekauft, die sich wiederum in den Fonds des Depots finden. Schleudern die Kurse, dann taumelt die Wertentwicklung des gesamten Vermögens. Es empfiehlt sich daher, einmal – am besten mit kundigen Experten – Bilanz zu ziehen und die Strategie geplant aufzubauen. Ein paar allgemeine Tipps: Je früher der Vermögensaufbau beginnt, desto mehr kommt dabei heraus. In jungen Jahren kann ein Teil des Vermögens in Aktien, Fonds oder fondsgebundene Renten- und Lebensversicherungen investiert werden. Da die Anlagen aber Risiken bergen und oft nur langfristig eine Wertsteigerung bringen, sollte mit fortschreitendem Alter der Aktienanteil reduziert und auf sichere Papiere (zum Beispiel Rentenpapiere oder eine private Rentenversicherung) gesetzt werden. Als sichere Altersvorsorge sind Versicherungen bei den Deutschen sehr beliebt. Experten empfehlen sie zur Basisabsicherung. Sie bieten mehrere Vorteile: Vermögensaufbau, Absicherung von Risiken und lebenslange Rentenzahlungen. Auch Immobilien werden von den Deutschen als Vorsorgeinstrument geschätzt. Doch hier lauern ebenfalls Risiken: Wenn sich der Wert der Immobilie negativ entwickelt, ist in der Regel ein Großteil des gesamten Vermögens beroffen. Außerdem mRücklagen für Instandhaltung und Reparaturen gebildet werden. Eine Nutzung dieses Kapitals ist zudem im Alter schwierig. Wer zu Hause wohnen bleiben will, muss Wege finden, die Immobilie zu verkaufen, aber sein Wohnrecht zu behalten und eine Leibrente zu bekommen. Verrentung nennt sich das. Oft werden entsprechende Verträge mit Angehörigen geschlossen. |